Sonntag, 1. Mai 2016

Es geht noch besser

Viel habe ich nicht erwartet, vom LCC Halbmarathon am 24.04.2016. Die Vorbereitung war suboptimal (siehe vorherigen Blogeintrag) und die körperliche Verfassung bis einen Monat vor dem Wettkampf nicht "on the Top".

Aber offensichtlich wirkt mein Trainingsplan: ca. 3-4 Wochen vor dem Wettkampftermin merkte ich, dass sich meine Zeiten und vor allem mein Allgemeinzustand verbesserte. Der Puls wurde immer niedriger und die schnellen Einheiten immer leichter zu absolvieren.

So ging ich am Sonntag an den Start: Auweia: 5 Grad und Sturmböen waren angesagt. Um 08:00 Uhr bin ich in der Prater Hauptallee eingetroffen und die Vorhersage hatte sich leider bestätigt. Während des Aufwärmens überlegte ich, ob ich mit kurzer oder langer Bekleidung laufen sollte. Ich entschiede mich für ein Mittelding und das war gut so.

Um 08:30 ging es los. Wie immer bei den LCC-Läufen herrschte eine angenehme Atmosphäre und ein überschaubares Starterfeld.
Ich habe mir Rundenzeiten von 4:40 vorgenommen, sodass ich vielleicht annähernd an meine zweitbeste Zeit von ca. 1:37 bis 1:38 hinkomme. Der ersten zwei Kilometer waren eine Punktlandung. Ab Kilometer 3 ginge es schon Richtung 4:30 und ich füllte mich ausgezeichnet. Ich dachte mir: "so, ab jetzt müsste eigentlich die Gegenwindstrecke kommen. Ich sehe mir das einmal an und entscheide dann, was ich mache". Was soll ich sagen: es war halb so schlimm und diesmal war der Vorteil, dass es auf der Rückstrecke nicht auch noch Gegenwind gab - was in Wien nicht selten ist - sondern es zumindest windstill war. So finishte ich die erste 7-km-Runde in 31:30.
Wow, dachte ich mir. Hochgerechnet wären das 1:35. Ich schaute auf den Puls: konstant unter 160. Ab da dachte ich mir: heute ist vielleicht sogar eine persönliche Bestzeit drinnen.

So absolvierte ich die zweite Runde in 31:05 - Negativsplit lässt grüßen.

Jetzt hielt mich nichts mehr. Ich lief auf eine Gruppe auf, die schon die ganze Zeit ein paar hundert Meter vor mir lief und "versteckte" mich im Gegenwind-Stück im Windschatten. 3km vor dem Ziel wusste ich, warum ich im Training lange Läufe mit einigen Kilometern Endbeschleunigung am Plan hatte. Ich löste mich von der Gruppe und drückte noch einmal so richtig an. Die letzte Runde schaffte ich in 30:22 und damit den ganzen Halbmarathon in einer Endzeit von 1:32:56 - fast 2 Minuten unter meiner PB vom letzten Herbst. Platz 2 in meiner Altersgruppe M-50!

Ich weiß mehr denn je: die anstrengenden, quälenden Einheiten im Winter sind einfach notwendig, um im Frühjahr eine Topleistung zu bringen. Und auch der Gedanke, wie soll ich das mit meiner Verfassung je schaffen, ist zu relativieren: in der Vorbereitungszeit brauche ich keine Topleistungen - die benötige ich am Wettkampftag.




Sonntag, 6. März 2016

Da bin ich wieder

Lange ist mein letzter Blogeintrag her und das hatte seine Gründe.
Nach meiner neuen persönlichen Bestzeit im September 2015, sollte mein ursprünglicher Hauptlauf eigentlich im Oktober stattfinden.
Allerdings begannen ca. 10 Tage nach dem Wettkampf im September Probleme mit meinen Hüften. Die Schmerzen waren teilweise so stark, dass ich keinen Schritt laufen konnte. Das ganze zog sich ca. 2-3 Wochen, sodass an einen Start im Oktober nicht zu denken war.
So beschloss ich die Schmerzen in Ruhe ausheilen zu lassen und im November mit der Vorbereitung für das Frühjahr zu beginnen.

Aber auch da machte mir der Körper einen Strich durch die Rechnung: immer wieder Verkühlungen, die einfach nicht weggingen. Über Weihnachten wurde es noch einmal schlimmer. Erst seit Februar geht es mir wieder halbwegs gut.

Dazu kam noch ein grober Fehler in der Trainingsplanung: ich meldete meine PB meinem Trainer. Kurz darauf bekam ich einen angepassten Trainingsplan. Die draus resultierenden Trainingszeiten waren dann die letzten Wochen viel zu hoch für mich. So fühlte ich mich auch ständig überfordert und ausgepowert.
Ich entschloss mich daher, wieder auf die alte angestrebte Zeit zurückzugehen. Dementsprechend wurde der Trainingsplan wieder angepasst und die Geschwindigkeit passt mir jetzt wesentlich besser. Auch wenn es vielleicht Kopfsache ist, auf einmal fühle ich mich wesentlich besser und motivierter.

Jetzt, Anfang März, sollte sich auch das Wintertraining bemerkbar machen und schön langsam die Form wieder kommen.

Für Ende April habe ich mir einen Halbmarathon vorgenommen und werde davon berichten.

Sonntag, 6. September 2015

LCC Babenbergerlauf 06.09.2015

Heute stand der erste Halbmarathon nach fast 1 Jahr auf dem Programm. Im Wiener Prater fand der LCC Babenbergerlauf statt.

Es wurden verschiedene Distanzen angeboten (5, 10, 15km und Halbmarathon).

Mein Trainingsplan errechnete mir eine Zeit knapp über 1:40h. Ich nahm mir daher eine Zeit unter 1:45h vor.

Es waren insgesamt ca. 300 Läufer am Start. Das Wetter war ok: ca. 18 Grad, bewölkt und leichter Wind.



Da ich eigentlich immer zu schnell starte, nahm ich mir heute vor, dies nicht zu tun. Ich lief locker los und als ich die ersten Kilometer mit einem Schnitt von ca. 4:35min absolvierte und die Herzfrequenz sich im Bereich von 150 Schlägen bewegte, wusste ich schon, dass heute mehr möglich war. Die Unterbietung meiner persönlichen Bestzeit von 2013 mit 1:37:41 war heute möglich.



Der Lauf war in 4 Runden á 5km eingeteilt (die letzte Runde entsprechend mehr), sodass dies auch hier sehr kurzweilig war.

Wie so oft bei LCC-Läufen machte eine Band Stimmung. Hochachtung dafür, ca. 2 Stunden in einem durch zu trommeln. Das ist Höchstleistung.



Ich spulte Kilometer um Kilometer ab und ich fühlte mich nach wie vor hervorragend. Nach dem 3 Durchlauf bei Kilometer 15, war mir klar, dass meine PB auf jeden Fall drinnen ist. Da sich meine Kilometerzeiten auch schön langsam unter 4:30min einpendelten, wagte ich es daran zu denken, eventuell meine absolute Traumzeit von unter 1:35h zu erreichen.
So machte ich zügig Tempo, auch wenn ich die letzte Runde die Strapazen schön langsam spürte.

Ich sagte mir immer: "nicht nachlassen, diese Chance musst du nutzen". Und so finishte ich mit 1:34:49.



Ich kann gar nicht sagen, wie überrascht und überglücklich ich war. Eigentlich war das mein Langzeitziel für die nächsten 1-2 Jahre, wenn überhaupt. Und was mich für meinen Hauptlauf im Oktober sehr positiv stimmt, ist die Tatsache, dass ich nicht einmal am Ende meiner Kräfte war. So gesehen, zahlt sich ein strikter, etwas härterer Trainingsplan allemal aus.

Samstag, 5. September 2015

Vienna Businessrun 03.09.2015

Nach fast 4-monatiger Vorbereitung, starte ich am kommenden Sonntag bei meinem ersten Halbmarathon nach einem Jahr Wettkampfpause.

Am Donnerstag davor fand der Vienna Businessrun statt. Dieser kleine, kurze Lauf über 4,1km ist schon Tradition bei mir und immer eine nette Gelegenheit, mit den Kollegen zu laufen.

Voriges Jahr war ich ja verletzt, sodass ich nur Zuschauer war. Heuer wollte ich meine Form messen und peilte eine Zeit unter 19 Minuten an.

Aufgrund der vielen Teilnehmer - alles in allem ca. 30.000 - wurde in Blöcken gestartet. 

Obwohl ich am Anfang eines Blockes gestanden bin, war der Lauf ein einziger Hindernislauf. In Schlangenlinien spulte ich meine Distanz runter und war selbst überrascht, dass ich am Ende auf eine Zeit von 17:10 kam, immerhin sind das 4:11 min/km. Damit habe ich meine Bestzeit von 2013 um fast 1:50min unterboten.

Wald- und Wiesenlauf 28.06.2015

Zum zweiten Mal, nahm ich am Wald- und Wiesenlauf im Wiener Prater teil. Aufgrund der Hitze habe ich mich für die 5-km Distanz entschieden.

Dieser kleine, familiäre Lauf - mit vielen Kinder- und Barfußdistanzen - hat die Besonderheit, dass auf dem Untergrund der gemähten Wiesen der Wiener Praters gelaufen wird.

So gesehen freute ich mich über die 22:30 und den zweiten Platz der Altersgruppe M50, der mir meinen ersten Pokal meiner "Läuferkarriere" einbrachte.


Sonntag, 3. Mai 2015

Es geht wieder los

Letzten November hatte ich mir eine Wettkampfpause verordnet.
Ich wollte einmal den Körper wieder runterbringen und mich mehr auf Stabilität und Kraft konzentrieren.
Dies tat ich auch in den letzten 6 Monaten. Laufen kam nicht zur kurz, reduzierte sich aber auf 1 längeren Lauf am Sonntag.
Daneben 2 x in der Woche Krafttraining und 1 x Power Pilates für die Stabilität.
Dazwischen etwas mehr kulinarisch genießen und Urlaub machen.

Jetzt geht es wieder los. Seit diesem ersten Maiwochende startet mein neuer Trainingsplan mit 2 Laufeinheiten und ich muss sagen, es kribbelt wieder. Mit neuen Laufschuhen und neuer Motivation freue ich mich schon auf die Vorbereitung und auf den Herbst mit 2 Halbmarathons.

Ich probiere auch eine neue Trainingsplattform aus, mehr dazu vielleicht in der nächsten Zeit.

Sonntag, 23. November 2014

LCC Leopoldilauf

Da war er nun: der letzte Event des heurigen Sportjahres - der LCC Leopoldilauf. Für Mitte November war das Wetter sehr schön mit ca. 10-12 Grad.

Locker, mit wenig Erwartungen und einem kleinen Ziel - nämlich unter 1:40 zu laufen - ging ich an den Start. Es nahmen laut Veranstalter ca. 700 Läufer teil.




Die ersten 2 Kilometer waren viel zu schnell, um die 4:30. Leider war an diesem Tag sehr viel Wind, so um die 25 km/h, sodass ein Streckenteil Rückenwind und der andere unangenehmen Gegenwind brachte. Dies merkte ich dann auch bei der Analyse an den Kilometerzeiten.



Die erste Runde mit 7km absolvierte ich in 32:28. Damit war ich sehr zufrieden und auf Kurs unter 1:40. Die Wade hielt auch und ich fühlte mich auch noch recht wohl.


Gegen Ende der zweiten Runde konnte ich mich für ca. 2-3 Kilometer an eine Gruppe anhängen und etwas im Windschatten laufen, um den Gegenwind ein wenig auszuweichen.

Die letzten 2 Kilometer waren nochmals hart. Ich wollte auf keinen Fall nachlassen und mein Ziel erreichen und biss die Zähne zusammen. Mein Körper wollte schon aufhören - aber nix da .Am Ende konnte ich mit 1:39:41 mein Ziel erreichen und war sehr zufrieden.


So ging das Sportjahr 2014 doch noch erfreulich zu Ende.

Jetzt heißt es einmal regenerieren, runterkommen, dem Körper eine Pause geben. In den nächsten Wochen stehen vor allem Stabilitäts- und Krafttraining auf dem Programm. Und natürlich auch lockere, langsame Laufeinheiten.